Text
Editionsbericht
Literatur: Jacob Grimm
Literatur: Vorwort
[3] Die gegenwärtige Abhandlung ist polemischer Art und war noch zudem darauf angelegt worden, in derselben Zeitschrift zu erscheinen, worin bereits ihre Veranlassung gedruckt steht. Daher rührt der gröißten Theils gegebene und beschränkte Plan, daher eine beabsichtigte Kürze, an die gleichwohl manche Leser nicht glauben werden und die auch weniger im Einhalten der Worte, als der Sachen liegt. Namentlich wurde es unvermeidlich, die Beweisstellen zu excerpiren, deren wörtliches Einrücken zwar einiges anschaulicher gemacht, aber eine Menge Raum gekostet hätte. Als ich mich nun auf meines Gegners eigene Einladung an die berliner Herausgeber des altdeutschen Museums wendete, und den baldigen Abdruck meines längst fertigen Aufsatzes auszumachen wünschte, mögen einige zu spät angekommene Briefe die erwartete Antwort hintertrieben haben. Wenigstens, da sie endlich eintraf, hatte ich bereits mit einem Verleger die besondere Erscheinung verabredet; es war mir eigen zuwider, den schon durch andere Zufälle aufgehaltenen Streit meinerseits länger liegen zu lassen. Denn es ermüdet gleich einer anhaltend fortgesetzten Arbeit, [4] wenn man eine an sich bereitete und erwartete ruhig aufheben soll, ohne daß man Zeit oder Lust gewinnt, sie von neuem vorzunehmen, wozu es an Veranlassung und Reiz bei einem solchen Gegenstand gar nicht fehlen kann.
Dieser ist einer der trockensten und verwickeltsten in der altdeutschen Poesie überhaupt und in keiner Hinsicht dem schon in der Arbeit überall erfreuenden und im Resultat viel reicher lohnenden Studium der poetischen Sagen an Seite zu setzen, welchem ich meine hauptsächlichste Neigung zugewendet. sollte indessen die hier gelieferte Entscheidung von den Kennern unserer Literatur gebilligt werden, so gedenke ich in der Folge noch einmal etwas besseres und ich kann wohl sagen, für mich viel leichteres, in der Sache zu thun. Ich werde dann so manches auslassen können, was jetzt der Streit erforderte, und dafür anderes ausarbeiten, woran ich jetzt nicht kommen durfte. Die Irrthümer, die in dem doch überall zu berührenden Einzelnen leichtlich untergelaufen sind, will ich alsdann, so viel an mir, selber berichtigen oder die Zurechtweisung anderer dankbar erkennen. Mein Verzeichniß aller Töne des älteren und neueren Meistergesanges ist schon jetzo ziemlich vollständig, ich muß es aber mitzutheilen auch noch versparen, weil es bloß die unbequeme Anordnung der Bodmerischen Sammlung entweder unnöthig weitläuftig oder unsicher machen würde, da ich nicht einmal die einzelnen Lieder, geschweige denn die Strophen anders als nach Blattseite und mit Bezeichnung der Anfänge citiren könnte, wie auch in vorliegender Abhandlung geschehen.
[5] Ich benutze den hier vergönnten Raum, meine
Gedanken über einige schwere Puncte zu bekennen,
vielleicht daß dadurch einige Seiten meines Aufsatzes
vervollständigt werden. Man mag darein stimmen oder
nicht, ich bin mir bewußt, nichts mehr zu meiden, als
ein todtes systematisches Feststehen in der Geschichte der
Poesie, wo eine Idee, nachdem sie lange scheint
untergegangen zu seyn, sich noch plötzlich einmal regt und ein
lang geschwiegener Ton leise nachhallt, wo alles in
einander greift und verwandt ist, wie in aller Natur selbst,
die zwei edle Metalle, Gold und Silber, in einer Erde
wachsen läßt.
Ich habe einigemal den Unterschied zwischen Natur und Kunstpoesie bestimmt vorausgesetzt. Die Verschiedenheit dessen, was unter dem ganzen Volk lebt, von allem dem, was durch das Nachsinnen der bildenden Menschen an dessen Stelle eingesetzt werden soll, leuchtet über die Geschichte der Poesie, und diese Erkenntniß allein verstattet es uns, auf ihre innersten Adern zu schauen, bis wo sie sich flechtend in einander verlaufen. Es ist, als ziehe sich eine große Einfachheit zurück und verschließe sich in dem Maße, worin der Mensch nach seinem göttlichen Treiben sie aus der eigenen Kraft zu offenbaren strebt. Da nun die Poesie nichts anders ist, als das Leben selbst, gefaßt in Reinheit und gehalten im Zauber der Sprache, (welche in so fern mit Recht eine himmlische genannt und der Prosa entgegengestellt werden darf,) so theilt sie sich in die Herrschaft der Natur über alle Herzen, wo ihr noch jedes als einer Verwandtinn ins [6] Auge sieht, ohne sie je zu betrachten; und in das Reich des menschlichen Geistes, der sich gleichsam von der ersten Frau abscheidet, als deren hohe Züge ihm nach und nach fremd und seltsam däuchen. Man kann die Naturpoesie das Leben in der reinen Handlung selbst nennen, ein lebendiges Buch, wahrer Geschichte voll, das man auf jedem Blatt mag anfangen zu lesen und zu verstehen, nimmer aber ausliest noch durchversteht. Die Kunstpoesie ist eine Arbeit des Lebens und schon im ersten Keim philosophischer Art.
In den Heldengesängen reicht nur noch ein Zweig aus der alten Naturpoesie in unser Land herüber, die Freude, das Eigenthum des Volks an seinen geliebten Königen und Herren muß sich, so zu sagen, von selber an und fortgesungen haben. Ueber der Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier eines Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll. Denn die Leugner, die sich dafür lieber mit einer dürren Wahrscheinlichkeit behelfen wollen, bringen Systeme auf, welche man mit Wahrheit widerlegen kann und nach denen ihnen nichts übrig bleibt. Diese Unbewußtheit der Tiefe ist es auch, was die alten großen Lieder auf die spätesten des Volks geerbt haben. Alle sagen ein Leben, ein Freuen und Leiden aus 1), das an sich höchst klar vor uns liegt, allein sie thun es so, in Gleichnissen mehr denn in Worten, daß außer der Klarheit noch eine reine tiefe Bedeutung erscheint. Vielleicht ist es eine verschiedene Weise, worin wir jetzo die alte Poesie genießen. Die Vorfah[7]ren schauten in dem Brunnen sich selbst und ihr Leben, wir fühlen das nur historisch mit und nach, allein zugleich senken wir in die Tiefe ein.
Man muß auch fragen: wer es denn übernehme, die Poesie zu verwalten? wer sie gleichsam anzugreifen wage, weil sie doch da ist, und den Klang zu rühren, der in der Saite verborgen ruht? Die Poesie ist kein Eigenthum der Dichter 2) und das zu keiner Zeit weniger gewesen als in der epischen, da sie, ein Blut, den ganzen Leib des Volks durchdrungen. Niemand weiß von Dichtern, geschweige daß es die Nachwelt erfahren sollte, aber die Sänger ziehen in Haufen herum, und wem eine tönende Stimme zu Theil geworden, oder wer in ein treueres Gedächtniß alte Lieder und Sagen niederlegen kann, da ihm das Licht der Augen entzogen worden, der tritt hin vor Koͤnig und Volk und singt für Ehre und Gaben. Es hat auch keinen Zweifel, (so gewiß dürfen wir über unbekannte Dinge urtheilen,) daß Erbschaft und Lehre das Amt des Gesanges fortpflanzten, weil in der Lehre die natürliche Verehrung des Alters und in dem Stand die natürliche Erbschaft der Jugend liegt. Beides, daß der Sänger keiner hohen Abkunft und an keinem festen Ort gesessen ist, bringt also die Sache mit,
[8] und der herrliche Held und Spielmann Volker war doch selbst eines Königs Dienstmann gewesen. Ferner, Lehre und Sitte hielt die Sänger zusammen, und der Gebrauch mag einer der frühesten seyn, weil er so ganz einfältig ist, daß sie unter sich ein Reich stifteten, ein Haupt hatten und es ihren König nannten. so ist der Dienst der Poesie in alter Zeit geschehen.
Daß in dem erblühenden Minnesang eine eigenthümliche Kunst zu walten anfange, habe ich mich zu zeigen bemuͤht und eben damit den Ursprung des Meistergesangs gesetzt. Und doch möchte man in gewisser Hinsicht diese Poesie kein Eigenthum der Dichter nennen. Unter andern ist offenbar, daß nie eine Poesie frauenhafter gewesen, als diese war, mit ihrer unermüdlichen Blumenliebe, mit ihrem stillen Glänzen. Wer wollte noch Zweifel tragen, daß in dem Gemüth der Frauen damals ganz eine solche Welt gestanden und tausend solcher Klänge erklungen haben? Welche Herzenliebe (das bedeutet Minne) werden sie sich in all ihrer Heimlichkeit erdacht, weiches Herzenleid geklagt haben, zärter als es je ein Mann gesungen! Auszusprechen fiel aber jenen niemals bei, ihr Leben blieb ihr Dichten und Trachten, ihre Ohren öffneten sich den Liedern mit Dank und Glauben, welche die Männer, als einzige Pfleger der Poesie vor ihnen sangen. — Auf der andern Seite habe ich ausgeführt, wie in eigener Kunst der Reime der Dichter ein Eigenthum zu schaffen und seine Kraft zu beweisen strebte. Aber ungeachtet der allgemeinen Empfänglichkeit für die neue Dichtkunst, überhoben sich doch die [9] Meister nicht so, daß sie nicht mehr hätten damit dienen wollen; ihr ganzer Sinn stand zu den Höfen, wo sie an einigen solche Begünstigung erfuhren, als sie hernach nur etwa in Italien vorkommt, denn deutscher Adel, Fürsten und Könige nahmen an der Lieblichkeit des Minnegesanges lange Zeit ihren eigenen Theil. Als aber die ewige Wiederkehr in die dagewesenen Töne die Beschützer müde machte, so sangen fast bloß arme Dichter, klagend über die abnehmenden Gaben. Da wandten sie sich vom Lieben aufs Loben, von Minne auf Ehrenlieder, ohne je damit rechte Wurzel zu fassen, bis sie zuletzt die Höfe seyn ließen und ihre zu lieb gewonnene Kunst in den Städten ansetzten. In der gesellschaftlichen, ursprünglich von den Volksdichtern mitgebrachten Verbindung und in der sich immer mehr dehnenden Reimkunst habe ich den Samen nicht verkannt, woraus sich die lange Dauer und das unergötzliche Alter des Meistergesangs entfaltete. Nichts desto weniger, und bei mancher Verworrenheit, ist der spätere Meistergesang nicht ohne das gewesen, was man in den Gesellschaften das gute deutsche Princip nennen möchte; hierüber wünsche ich nicht mißverstanden zu werden.
In den Gesellschaften herrschen eigentlich zwei Elemente. Das gute ist ein inneres, die Liebe, welche bindet und hält. Das andere ein äußeres und böses, wenn der Eingang ohne Weihung ist und sich die Zeichen zu sehr erheben. so wie der Staat einzig und allein in dem Worte: Vaterland, verstanden wird, und ohne die Einheit der bis zum Tod bereiten Herzen alles Recht und [10] alle Sicherheit eine elende Einrichtung bleibt, so stirbt alle Verbindung oder hat nie gelebt ohne jenen befruchtenden Thau. Je mehr wahrer Gesellschaften ein Staat zählt, desto glückseliger ist er zu preisen, weil da kein Staat im Staate ist, wo Liebe in Liebe wohnt.
Man hat neuerdings das Wesen deutscher Universitäten erkannt und faßt alles darin zusammen, daß Freundschaft die Herzen stärkt und freut, und der allerseits angeregte Geist auf den Punct gebracht wird, dem er sich frei und unabhängig auf sein Leben ergeben soll. Wogegen der Begriff der Academieen in seiner Nichtigkeit hervortritt, weil es ihnen an gemüthlicher Gemeinschaft und Betriebsamkeit mangelt.
Die Natur anderer deutschen Einrichtungen ist erst
noch anzuerkennen. Den innern festen Bau der
Handwerkszünfte bezeugt ihre Haltsamkeit, seitdem alle
Verfolgung über sie ergangen, nachdem man fast alle Zeichen
ihrer Lust ihnen abgerissen, mit dem Untergang gedroht
und wirklich Hand angelegt hat. Unter diesen
Handwerkern hatte sich Frömmigkeit und Tugend erhalten
3),
und von Sinn und Erfindung haben sie aller Welt mehr
Beispiel gegeben, als auswärtige, bei denen die beste
[11] Kraft sich auf Plane zu Gelderwerb, statt auf ein
ehrliches Auskommen gewendet. Die Poesie geht aus
heiliger Stille des Gemüths auf, aus unter die Menschen,
und soll darum in keinen äußeren Banden liegen. Ich
will hier nicht den Unsinn der vielen Dichtergesellschaften
herbeiziehen und strafen, aber die Meistersänger damit
entschuldigen, daß, nachdem schon alle ihre Regel aus
den wahren Schranken getreten war, die bloße
Förmlichkeit auf die Reinheit ihrer Sitten gewirkt und ein
Band gestiftet hat, werther denn ihre Kunst war. Der
Meistergesang zeigt sich mithin als ein Mittel mehr, welches
auf den Bund der Bürger wohlthätig gewirkt hat. Ihre
Kunst trieben sie fern von aller Anmaßung und in
Verehrung ihrer Lehrer. Wenig Dichter haben, z. B. die
letztere so herzlich dargegeben, als Puschmann, wenn
er den Meister im Traum erblickt in einem
wunderseltsamen Gartenhäuslein sitzen, weiß von Alter wie eine
Taube, er neigt sich bloß, er hört nicht und antwortet
auf keine Frage mehr, nur der Sinn des Gesichts ist
ihm unvergangen, das braucht er, in dem
goldbeschlagenen heiligen Werk bis an sein seliges Ende zu lesen.
Dieß alles ist zugleich die reinste Poesie. Man ist leicht
damit fertig gewesen, die Geschmacklosigkeit und
Trokkenheit der späteren Meistersänger zu tadeln, hat aber
dabei die Ehrlichkeit und Selbstverkennung ganz
übersehen, womit sie ihre fromme Kunst übten. Die
biblische Geschichte kam ihnen in der eckigten Einfassung
neu ehrwürdig vor; hätte man nach ihrer Poesie
gefragt, so würden sie freudig auf solche Meistergesänge
[12] hingezeigt haben. Diese copirten sie fleißig und zierlich
ab, während es ihnen nicht beifiel, das aufzuschreiben,
was von wahrem Dichten in jedem stillen und kräftigen
Leben vorkommen muß, und das zu einer Zeit, da sich
treffliche Bücher in Prosa genug fanden, mitten
darunter alte herrliche Lieder fortlebten und neue gesungen
wurden. In ein schlechtes dunkeles Bretterhaus weiß
dennoch die Poesie, gleich der Sonne, durch einen Ritz
oder ein Astloch warm und mildthätig herein zu
brechen. — Ueberhaupt müßte sich von mehreren Seiten
aus die Geschichte des deutschen Handwerkerwesens recht
interessant schreiben lassen.
Cassel, am 19. August 1810.
J. G.
[Die Anmerkungen stehen als Fußnoten auf den in eckigen Klammern bezeichneten seiten]
[6] 1) In des Nibelungenlieds hertlichem Eingang ist die vollständige
Idee des Epos ausgesprochen.
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[7] 2) Es ist zu beachten, daß eine in sich beziehungsvolle Sage von
dem durch Schlauheit entwundenen, von der stärkeren Kunst
des Dichters aber wieder behaupteten Liedereigenthum, nirgends
von einem Volksdichter vorkommt. so findet sie sich von dem
indischen Hofsänger Kalidas und mit ächt sagenhafter
Abweichung von Virgilius, und wieder vom Provenzalen Arnoldo
Daniello. Moderner Nachsage, als trüber Quelle entflossen,
hier zu übergehen.
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[10] Auf dem Reinhalten ruht alle Reinheit, leises Anrühren verletzt
die Schamhaftigkeit am ersten, man kann den Anstand
abblasen, während man ihm noch gar nichts genommen zu haben
meint. Das bleibt ein Grund gegen alle Mischung der
Katholiken mit den Protestanten, der Christen und Juden und gar
wohl der Türken. Es ist Thatsache, seitdem die Zünfte
gezwungen worden, uneheliche Kinder aufzunehmen, daß dieser so viel
geworden sind, daß viel mehr als sonst übrig bleiben, die zu
keinem Handwerk gelangen.
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Erstdruck und Druckvorlage
Jacob Grimm: Ueber den altdeutschen Meistergesang.
Göttingen: Dieterich 1811, s. 3-12.
Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck
(Editionsrichtlinien).
URL: https://books.google.fr/books?id=CK8JAAAAQAAJ
URL: https://archive.org/details/ueberdenaltdeut02grimgoog
URL: https://mdz-nbn-resolving.de/bsb10109718
URL: https://www.deutschestextarchiv.de/grimm_meistergesang_1811
PURL: https://hdl.handle.net/2027/mdp.39015035067423
Literatur: Jacob Grimm
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Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer