Wilhelm Arent:
Aus tiefster Seele

 

 

Hermann Conradi
Auch eine Einleitung.

 

Text
Editionsbericht
Werkverzeichnis
Literatur
Dokumente zum Kontext

 

"Die Dichtkunst ist eine lange Liebe".
Jean Paul.      

 

Im Frühroth schreibe ich diese Zeilen . . .

Die ersten mageren Dämmerungsreflexe schleichen und tappen draußen an meinem Fenster vorbei und drücken sich noch etwas scheu und zaghaft an die Scheiben . . . Durch die Vorhänge fällt ein bleicher, unsicherer Schein – er legt sich aufs Fensterbrett, huscht an der Wand hin, blinzelt und schielt nach dem Büchertisch und wagt sich gemach Stück um Stück vorwärts . . .

Noch aber brennt meine gute, alte Lampe, wenn sie auch ein wenig verträumt und schläfrig ausschauet, – ich darf es ihr nicht übel nehmen: sie hat die lange Winternacht mit mir durchwacht . . .

Stunde um Stunde rauschte hin – durch die köstliche Stille klang manchmal nur das Athmen des Nachtwindes, riefen manchmal um die Stundenwenden die Stimmen einzelner Glocken aus der Nachbarschaft . . .

Und Stunde um Stunde, während mein Leib nur in [II] der Bohémien-Mansarde saß, meine Seele aber über die Erde und hinaus in unergründliche Weltallweiten flog, hat sie meinen Augen getreulich geleuchtet, wenn sie aus heiligen Büchern menschlich-göttliche Weisheit gelesen . . .

Aus heiligen Büchern!

Da liegen sie im Halbkreise vor mir, die Lieblinge meiner Seele, meine Helden und Meister: Goethe, Kleist, Byron, Victor Hugo, Carducci, Swinburne, Musset, Shakespeare, Dranmor. Trost und Stärkung erheischte ich von ihnen – ich las und sann und sann und las wieder und schuf wohl auch selbst ein paar Strophen dabei – traumhaft glitten sie von den Lippen – meine Finger zogen sie nach auf dem ersten besten Papierfetzen – so nahm ich und gab ich und vergaß darüber all das Kleine und Gemeine, Aermliche und Erbärmliche, Nichtige und Eitle, was sich tagüber wie Staubflocken auf uns niederläßt . . .

Aber ich kehrte auch in dieser Nacht der Weihe und Wiedergeburt bei Anderen ein . . .

Da schob mir neulich ein lieber Freund ein Bündel beschriebener Blätter in die Hände – vielleicht drängte es mich, meinte er, ein paar Worte – nach meiner Manier! – über sie zu sagen, wenn ich sie gelesen hätte. Die paar Worte fänden vielleicht auch eine passende Stätte vor den Poemen in der Sammlung . . .

Ich habe heute Nacht die Blätter gelesen . . .

Und da sind mir so mancherlei Gedanken gekommen, die ich im Frühroth niederschreiben will . . .

[III] Ich suche die Blätter – eins liegt auf dem aufgeschlagenen "Faust", das andere ist in die Seiten von Musset's "Rolla" geschoben, das dritte lugt aus Shakespeare – "König Lear": Wahnsinnsscene – ich suche die Blätter zusammen und lese diese und jene Strophe, dieses und jenes ganze Gedicht noch einmal . . .

Da will's mich bedünken, als hätte ich solche Töne recht lange nicht gehört – solchen Schmelz, solchen Wohllaut und vor Allem: solche Innigkeit und solche lebendige, hinreißende Wahrhaftigkeit, recht lange nicht gefunden auf meinen mannigfachen Wanderzügen durch moderne Litteraturgebiete . . .

Und vor mir steigt in brennenden Farben, in markiger Plastik die Gestalt – das Angesicht des <Freundes>, des jungen Dichters dieser Lieder, auf . . .

Mir ist's, als säße er da mir gegenüber und schaute mich fragend und erwartungsvoll an, als wollte er wissen, ob das in meine tiefste Seele eingeschlagen, was er aus tiefster Seele heraus gesungen!

Und ich reiche ihm über Byron, dem subjectivsten aller Poeten, die Hand, nicke ihm zu und – er versteht mich . . .

Wenn unsere Naturen nicht so intim zusammenklängen, würde ich vielleicht dasselbe Lächeln der Verachtung, denselben Spott und Hohn für diese dichterischen Geständnisse heimlichster Seelenregungen haben, den tausend Andere anzeigen werden, wenn ihnen ein Ungefähr dieses Büchlein in die Hand spielt – dies Büchlein, das eben, [IV] weil es ein äußerst zart und fein besaiteter Poet geschaffen, nur Solchen verständlich sein kann, die sich trotz Alltagsstaub und Daseinskampf die elementaren Seelen-Gewalten, die natürlichen Triebe und Gefühle, in ungeminderter Reinheit, Stärke, Lauterkeit und Fülle zu erhalten gewußt.

Die Menge, gewöhnlich stumpf und indifferent, höchstens nur noch durch pikanten Inhalt, bizarren, in exotischen Lichtern schillernden Strophenbau ein wenig zu reizen, wird an dieser Sammlung die Keins von Beiden besitzt, theilnahmslos vorübergehen . . .

Keins von Beiden? Und einige "freie Rhythmen" aus dem Anhang? Wie "à la Makart"? Wie "à la Gabriel Max"? Sind die nicht obscön, lasciv, schlüpfrig, unmoralisch, gefährlich für Staat und Gesellschaft?

Die da verurtheilen und brandmarken wollen, werden bald darüber einig sein . . .

Ich bestreite nur die Richtigkeit ihrer Behauptungen.

Denn nicht einen Tribut an den herrschenden Tagesgeschmack, an den kitzelsüchtigen Gaumen gewisser Cliquen und Halbweltenthusiasten, bedeuten diese durch und durch dichterischen, durch flüssige Rhythmik, originelle Gedankenverschlingung, blendende Bilderpracht in die höhere Kunstsphäre gehobenen Poesien: sie sind ein Ausfluß der Persönlichkeit, eine Bezeugung des künstlerischen Ich's, die schließlich gar nicht hinweggedacht werden kann bei einer originellen, ringenden, gährenden, nach dem Bleibenden, Constanten, inbrünstig suchenden Dichternatur.

[V] Nicht als Einzelpoeme soll man sie fassen und halten – vielmehr als absolut nothwendige Glieder in der Kette künstlerischen Werdens und Wachsens.

Daß sie am Schluß des Buches stehen sollen und sich so beinahe ausnehmen werden, als enthielten sie Entwicklungs-Resultate; als hätte der Sänger dieser Strophen in der sinnlichen Auslebung das einzige Heil, das einzig, wenigstens für den Genuß-Moment stichhaltig Reale und Beglückende gefunden, ist eine Aeußerlichkeit, ein Zufall, und es wäre ein Irrthum, daraus auf den Charakter der jüngsten Kristallisations-Form des inneren, geistigen Dichterlebens zu schließen . . .

Seine Resultate – seine intimsten Confessionen giebt Wilhelm Arent vielmehr im vierten Buche seiner Sammlung "Pantheismus" – zweifellos dem werthvollsten und durchgeistigsten.

Hier läßt uns der Dichter in das Allerheiligste seiner Psyche schauen, dorthin, wo die Werkstätte für das Weben und Bilden, das Formen und Gestalten der zartesten und geheimnißvollsten Regungen und Zuckungen liegt . . . Das ganze Buch in seiner clair-obscur-Stimmung; in seinen halb mystisch-dunklen, halb morgenhell-sonnigen Weisen und Tönen; seiner seltenen Gedankenfracht, die aus religiös-inbrünstiger Sichversenkung in pantheistische Träume und Visionen zusammengetragen; und andrerseits wieder in seiner schlichten Einfachheit, in seiner bestimmten Kürze und Knappheit, giebt das innigste, wahrste und schließlich [VI] künstlerisch auch relativ bedeutendste und werthvollste <Spiegelbild> vom geistigen Sein seines Schöpfers . . .

Ein vergessener Dichter eines verschollenen Buches, Johannes Kugler, sagt einmal in seiner auto-biographischen Novelle: "Im Fegefeuer": "der Gesunde, der Glückliche bringt den Fuß nicht von der heimischen Scholle; aber wen die Hand des Todes gestreift, der badet sein Haupt frei im Aether und saugt mit Wollust den Athem der Unendlichkeit."

Wen die Hand des Todes gestreift! . . .

Ein neues Erklärungs-Moment des Buches, "Pantheismus!"

Nicht mit raffinirten Farbeneffecten, fein ausgeklügelten Reimgefügen, blendender Strophenstructur paradirt Wilhelm Arent – seine Muse ist viel zu unirdisch, zu aetherisch, zu zart und ideell dazu. In die einfachsten, schlichtesten Gefäße, die fast aller architektonischen Zierrathen baar sind, gießt er seines Herzens überquellende Gefühlsfülle. Aber das ist es ja eben: Gerade dadurch bezeugt er, daß er aus tiefster Seele singt!

Jede Strophe, die er schreibt, lebt – ist Blut von seinem Blut – ist lautere Wahrheit!

Wo übermächt'ge, elementare Leidenschaften in ihm nach Ausdruck und Gestaltung ringen, da sprengt er jede Form und wogt in volltönenden, freien Rhythmen einher!

Und wie er die bändigt und in prunkvolle Gewänder kleidet!

[VII] Ein noch nicht in sich geschlossener, aber ganzer Dichter! Und ein ganzer hauptsächlich deshalb, weil er kein Gefühl erkünstelt, kein Poem forcirt – weil er nur dann singt, wenn die mystischen Geister da drunten in den tiefsten Tiefen seiner Seele sich rühren und regen und seltsame Gefühle und zündende Gedanken gebären. Weil er nur dann singt, wenn er muß, wenn ihn die Begeisterung unwiderstehlich drängt!

Ich weiß es aus seinem Leben, aus seinen Liedern, von ihm selbst . . .

Wir haben darüber so manches Mal Zwiesprach getauscht in unvergeßbaren Stunden – wenn der Tag draußen mählich verdämmerte, und wir von uns geworfen der Seelen Unrast und Kümmerniß . . . . . .

Das ist meine "Einleitung"!

Auch eine Einleitung!

Warum nicht?

Darf ein Freund dem andern, wenn der mit seinen heiligsten Schätzen in die weite, fremde Welt hinauszieht, nicht ein paar Geleitsworte mitgeben – Worte der Hoffnung, der Anerkennung, der Ermunterung?

Fahr' wohl, mein Freund, mit deinem Liederbuch – ich weiß: es kam dir aus tiefster Seele – – mag es Viele finden, die dich liebgewonnen, weil sie die Wahrheit, die in deinen Dichtungen lebt und athmet, verstanden haben!

O daß es auch unter denen, die da singen und sagen zu müssen glauben, Viele gäbe, die wie du nur aus tiefster [VIII] Seele ihre Weisen aufrauschen lassen – die endlich dem verwerflichen, gottlosen Spiel mit gemachten, erlogenen Gefühlen, gestohlenen Gedanken entsagen, und wenn sie keinen eigenen schöpferischen Geist in sich spüren, ihre werthlose Laute am nächsten Eckstein zerschmettern!

—   —   —   —   —   —   —   —   —   —   — —   —   —   —   —   —   —   —

Keck und dreist schaut jetzt der junge Tag in meine enge Klause . . .

Ich trete an's Fenster und lasse meinen Blick über schneeblitzende Nachbardächer schweifen . . .

Der Himmel ist klar und hell – die Rauchwolken der Kamine steigen in schlanken Säulen in die lustig wehende Morgenluft . . .

Mein Haupt ist schwer – meine Augen brennen . . .

Ich öffne das Fenster und sauge voll Inbrunst den frischen Athem des jungen Tages in meinen schwachen, entkräfteten Leib . . .

Eine neue Lebenswelle rinnt durch meine Glieder – wann wird neues, üppiges, verjüngtes, kraftstrotzendes Leben durch den siechen und morschen Leib unserer Litteratur fluthen? . . .

Doch deß bin ich gewiß: die Zeit bricht an – wir stehen schon im Frühroth der großen Bewegung!

Hermann Conradi.      

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Wilhelm Arent: Aus tiefster Seele.
Mit Geleitswort von Hermann Conradi.
Berlin: Nauck (Kamlah'sche Buchhandlung) 1885, S. I-VIII.

URL: https://archive.org/details/austiefsterseel01arengoog
URL: https://archive.org/details/austiefsterseel00arengoog
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/001778927
URL: https://www.google.de/books/edition/Aus_tiefster_seele/x3Q5AAAAMAAJ

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).

 

 

 

Werkverzeichnis


Verzeichnisse

Conradi, Hermann: Gesammelte Schriften.
Hrsg. von Paul Ssymank u.a.
3 Bde. München u.a.: Müller 1911.
Bd. 2: Aufsätze, Novellen und Skizzen; S. VI-XIII: Beiträge in Periodica.
URL: https://archive.org/details/gesammelteschrif02conruoft
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000881706

Deckert, Helmut: Nachlass Hermann Conradi (1862-90).
Typoskript. Dresden, Febr. 1973.
PURL: http://digital.slub-dresden.de/id330263234

Poscharnigg, Hermann: Hermann Conradi (1862 – 1890).
Ein Vertreter der literarischen Moderne von 1884 – 1890.
Diss. (masch.) Graz 1980.
S. 212-219: Gedruckte Schriften Conradis.
S. 219-221: Briefe und Handschriften.




Conradi, Hermann: [Rezension zu:]
A. Görth: Einführung in das Studium der Dichtkunst. I. Das Studium der Lyrik.
Leipzig und Wien 1883.
In: Deutsches Dichterheim.
Jg. 4, 1884, Nr. 23, S. 386-387. [PDF]

Moderne Dichter-Charaktere.
Hrsg. von Wilhelm Arent.
Berlin: Selbstverlag des Herausgebers (In Commission der Kamlah'schen Buchhandlung) 1885.
URL: https://archive.org/details/modernedichterc00hencgoog
URL: https://archive.org/details/bub_gb_d2ldAAAAIAAJ   [Reprint]
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/001777286
S. I-IV: Hermann Conradi: Unser Credo.

Moderne Dichter-Charaktere.
Hrsg. von Wilhelm Arent.
Berlin: Selbstverlag des Herausgebers (In Commission der Kamlah'schen Buchhandlung) 1885.
URL: https://archive.org/details/modernedichterc00hencgoog
URL: https://archive.org/details/bub_gb_d2ldAAAAIAAJ  [Reprint]
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/001777286
S. 92-93: Hermann Conradi: "Licht den Lebendigen!"

Faschings-Brevier für das Jahr 1885.
Herausgegeben von Johannes Bohne und Hermann Conradi.
Zürich: Verlags-Magazin 1885.
URL: https://archive.org/details/bub_gb_V2lVAAAAYAAJ

Arent, Wilhelm: Aus tiefster Seele.
Mit Geleitswort von Hermann Conradi.
Berlin: Nauck (Kamlah'sche Buchhandlung) 1885.
URL: https://archive.org/details/austiefsterseel01arengoog
URL: https://archive.org/details/austiefsterseel00arengoog
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/001778927
URL: https://www.google.de/books/edition/Aus_tiefster_seele/x3Q5AAAAMAAJ
S. I-VIII: Hermann Conradi: Auch eine Einleitung.

Conradi, Hermann / Bohne, Johannes: An die deutschen Dichter und Schriftsteller!
In: Kyffhäuser-Zeitung. Wochenschrift für alle Hochschulen-Angehörige deutschen Stammes und deutscher Zunge.
Jg. 4, 1885, Nr. 30, 27. April, S. 249. [PDF]

Conradi, Hermann: Eine ernsthafte Geschichte von Hermann Heiberg.
In: Blätter für literarische Unterhaltung.
1885, Nr. 21, 21. Mai, S. 329-330.
URL: http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/89826/1/
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/008697234

Conradi, Hermann: Ein neuer Roman aus der Gegenwart.
In: Die Gesellschaft. Realistische Wochenschrift für Litteratur, Kunst und öffentliches Leben.
1885, Nr. 22, 2. Juni, S. 410-412.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gesellschaft_(Literaturzeitschrift)
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000544187

Conradi, Hermann: Hermann Heiberg.
In: Berliner Monatshefte für Litteratur, Kritik und Theater.
Bd. 1, 1885, Heft 6, September, S. 584-586 .
URL: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6:1-315081

Conradi, Hermann: [Rezension zu:]
Quartett. Dichtungen
.
Unter Mitwirkung von Arthur Gutheil, Erich Hartleben, Alfred Hugenberg herausgegeben von Karl Henckell.
Hamburg: Meißner 1886.
In: Tägliche Rundschau. Zeitung für unparteiische Politik, Unterhaltungs-Blatt für die Gebildeten aller Stände.
Jg. 6, 1886, Nr. 45, 23. Februar, S. 179-180. [PDF]

[Redaktion]: [Ankündigung: Ein realistisches Jahrbuch. Hrsg. von Hermann Conradi].
In: Deutsche academische Zeitschrift. Organ der "Deutschen academischen Vereinigung".
Jg. 3, 1886: Nr. 26, 27. Juni, S. *3 [unpag.]. [PDF]

Conradi, Hermann: Das deutsche Nationaldrama.
In: Blätter für literarische Unterhaltung.
1886, Nr. 43, 28. Oktober, S. 673-675.
URL: http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/89826/1/
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/008697234

Conradi, Hermann: Lieder eines Sünders.
Leipzig: Friedrich o.J. [1887].
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/006167837
URL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN607935030
S. V-X: [Offener Brief].

Conradi, Hermann: Poesie und Philosophie.
In: Blätter für literarische Unterhaltung.
1887, Nr. 17, 28. April, S. 257-259.
URL: http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/89826/1/
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/008697234

Conradi, Hermann: Der zweite Band von Hebbel's Tagebüchern.
In: Blätter für literarische Unterhaltung.
1887, Nr. 22, 2. Juni, S. 337-339.
URL: http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/89826/1/
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/008697234

Conradi, Hermann: Adam Mensch. Roman.
Leipzig: Friedrich o.J. [1889].
PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN607934883
URL: http://www.deutschestextarchiv.de/conradi_adam_1889
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/001779874


Conradi, Hermann: Zur Psychologie der Moderne.
Ein Briefcyklus und zwei Postkarten.
Herausgegeben von Michael Georg Conrad.
In: Die Gesellschaft. Halbmonatschrift für Litteratur, Kunst und Sozialpolitik.
1900, Bd. 2, Heft 1, [1. April-Heft], S. 1-17.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gesellschaft_(Literaturzeitschrift)
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/007015901

Conradi, Hermann: Gesammelte Schriften.
Hrsg. von Paul Ssymank u.a.
3 Bde. München u.a.: Müller 1911.
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000881706
Bd. 1: Lebensbeschreibung, Gedichte und Aphorismen.
URL: https://archive.org/details/gesammelteschrif01conruoft
Bd. 2: Aufsätze, Novellen und Skizzen.
URL: https://archive.org/details/gesammelteschrif02conruoft
Bd. 3: Novellen und Skizzen, zeitpsychologische Essays.

Peters, Gustav W. (Hrsg.): Die Briefe Hermann Conradis an Detlev v. Liliencron.
In: Pan. Wochenschrift.
Jg. 3, 1912/13:
Nr. 7, 15. November 1912, S. 153-159;
Nr. 8, 22. November 1912, S. 187-189.
URL: https://archive.org/details/Pan1912-133.jgnr.1-31
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000637766

Conradi, Hermann: Ich bin ein Sohn der Zeit.
Ausgewählte Schriften.
Hrsg. von Rüdiger Bernhardt.
Leipzig u.a.: Kiepenheuer 1983 (= Gustav Kiepenheuer Bücherei, 47).

 

 

 

Literatur

Assmann, David-Christopher: Einseitiges Wiedererkennen. Hermann Conradis frühe Skizzen. In: Poetik der Skizze. Verfahren und diskursive Verortungen einer Kurzprosaform vom poetischen Realismus bis zur frühen Moderne. Hrsg. von David-Christopher Assmann u. Stefan Tetzlaff. Heidelberg 2020, S. 97-111.

Brandmeyer, Rudolf: Poetiken der Lyrik: Von der Normpoetik zur Autorenpoetik. In: Handbuch Lyrik. Theorie, Analyse, Geschichte. Hrsg. von Dieter Lamping. 2. Aufl. Stuttgart 2016, S. 2-15.

Brauneck, Manfred u.a. (Hrsg.): Naturalismus. Manifeste und Dokumente zur deutschen Literatur 1880 – 1900. Stuttgart 1987.

Bunzel, Wolfgang: Einführung in die Literatur des Naturalismus. 2. Aufl. Darmstadt 2011 (= Einführungen Germanistik).

Décaudin, Michel: Being Modern in 1885, or, Variations on "Modern," "Modernism," "Modernité". In: Modernism. Challenges and Perspectives. Hrsg. von Monique Chefdor u.a. Urbana u.a. 1986, S. 25-32.

Genette, Gérard: Paratexte. Das Buch vom Beiwerk des Buches. Frankfurt a.M. 2001 (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft, 1510).

Kafitz, Dieter: Décadence in Deutschland. Studien zu einem versunkenen Diskurs der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts. Heidelberg 2004 (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte, 209).
Vgl. S. 475-479.

Lamping, Dieter: Das lyrische Gedicht. Definitionen zu Theorie und Geschichte der Gattung. 3. Aufl. Göttingen 2000.
S. 144-148.

Linduschka, Heinz: Die Auffassung vom Dichterberuf im Deutschen Naturalismus. Frankfurt a.M. u.a. 1978 (= Würzburger Hochschulschriften zur Neueren Deutschen Literaturgeschichte, 2).

Mahal, Günther: Wirklich eine Revolution der Lyrik? Überlegungen zur literaturgeschichtlichen Einordnung der Anthologie 'Moderne Dichter-Charaktere'. In: Naturalismus. Bürgerliche Dichtung und soziales Engagement. Hrsg. von Helmut Scheuer. Stuttgart u.a. 1974 (= Sprache und Literatur, 91), S. 11-47.

Martin, Ariane: Die kranke Jugend. J.M.R. Lenz und Goethes Werther in der Rezeption des Sturm und Drang bis zum Naturalismus. Würzburg 2002.
Arent u. Conradi passim (Register).

Scheuer, Helmut: Die geselligen Naturalisten. Formationskämpfe der "Jüngstdeutschen" im Berlin der 1880er-Jahre. In: Literatur – Kunst – Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag. Hrsg. von Achim Barsch u.a. München 2008 (= Kontext, 8), S. 286-306.

Schutte, Jürgen: Lyrik des deutschen Naturalismus (1885 – 1893). Stuttgart 1976 (= Sammlung Metzler, 144).

Schutte, Jürgen (Hrsg.): Lyrik des Naturalismus. Stuttgart 1982 (= Universal-Bibliothek, 7807).

Stöckmann, Ingo: Der Wille zum Willen. Der Naturalismus und die Gründung der literarischen Moderne 1880 – 1900. Berlin u.a. 2009 (= Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte; 52).

Stöckmann, Ingo: Naturalismus. Stuttgart u.a. 2011 (= Lehrbuch Germanistik).

Völker, Ludwig: "Alle Erneuerung geht von irgendeiner 'Prosa' aus". Die lyrische Moderne und der Naturalismus. In: Deutsche Dichtung um 1890. Beiträge zu einer Literatur im Umbruch. Hrsg. von Robert Leroy u.a. Bern u.a. 1991, S. 203-235.

 

 

Dokumente zum Kontext

Moltke, Max (Hrsg.): Neuer deutscher Parnaß.
Silberblicke aus der Lyrik unserer Tage.
Leipzig: Rühle 1882.
URL: https://archive.org/details/neuerdeutscherp00moltgoog
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/006628249

Muncker, Franz: Zur neuesten deutschen Lyrik.
In: Beilage zur Allgemeinen Zeitung.
I: 1884, Nr. 263, 21. September, S. 3882-3884
II: 1884, Nr. 268, 26. September, S. 3954-3956
III: 1884, Nr. 329, 26. November, S. 4858-4860
IV: 1886, Nr. 64, 5. März, S. 937-938
V: 1886, Nr. 75, 16. März, S. 1098-1099
VI: 1886, Nr. 115, 25. April, S. 1691
VII: 1886, Nr. 117, 28. April, S. 1714-1715.
URL: https://digipress.digitale-sammlungen.de/calendar/newspaper/bsbmult00000002

Baumbach, Rudolf: Lieder eines fahrenden Gesellen.
Leipzig: A. G. Liebeskind 1885.
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/006095957

Weddigen, Otto: Die deutsche Lyrik der Gegenwart.
In: Blätter für literarische Unterhaltung.
1885, Nr. 9, 26. Februar, S. 129-130.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Zeitschriften_(Literatur)#BflU
URL: http://digital.slub-dresden.de/id390927252
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/100319397

Schütze, Paul: Ein moderner Minnesänger.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 27, 1885, Nr. 10, 7. März, S. 154-155.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gesellschaft_(Literaturzeitschrift)
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000544187

Zolling, Theophil: Zola's neuer Roman.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 27, 1885, Nr. 14, 4. April, S. 217-219.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gegenwart_:_Zeitschrift_für_Literatur,_Wirtschaftsleben_und_Kunst
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000059485

Ziel, Ernst: Lyrische Novitäten.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 27, 1885, Nr. 15, 11. April, S. 229-231.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gegenwart_:_Zeitschrift_für_Literatur,_Wirtschaftsleben_und_Kunst
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000059485

Wollerner, S.: Realismus und Poesie.
Eine Studie zur Litteraturgeschichte der Gegenwart.
In: Litterarischer Merkur.
Mitteilungen aus dem geistigen Leben der Gegenwart und Nachrichten für Bücherfreunde über erschienene Neuigkeiten des In- und Auslandes.
Jg. 5, 1884/85:
Nr. 14, 30. April 1885, S. 193-195
Nr. 15/16, 31. Mai 1885, S. 209-212. [PDF]

Gottschall, Rudolf: Die Klinik in der Poesie.
In: Blätter für literarische Unterhaltung.
1885, Nr. 37, 10. September, S. 577-579.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Zeitschriften_(Literatur)#BflU
URL: http://digital.slub-dresden.de/id390927252
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/100319397

Buchwald, Otto: Das Unerquickliche.
Eine ästhetische Skizze.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 28, 1885, Nr. 37, 12. September, S. 164-166.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gegenwart_:_Zeitschrift_für_Literatur,_Wirtschaftsleben_und_Kunst
URL: mit Lücken https://catalog.hathitrust.org/Record/000059485

Gottschall, Rudolf: Gedichte und Dichtungen.
In: Blätter für literarische Unterhaltung.
1885:
Nr. 40, 1. Oktober, S. 625-632
Nr. 41, 8. Oktober, S. 645-650.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Zeitschriften_(Literatur)#BflU
URL: http://digital.slub-dresden.de/id390927252
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/100319397

Ziel, Ernst: Lyrische Novitäten.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 28, 1885, Nr. 49, 5. Dezember, S. 358-360.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gegenwart_:_Zeitschrift_für_Literatur,_Wirtschaftsleben_und_Kunst
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000059485

Wollerner, S.: Die Verflachung der modernen Lyrik.
In: Das Magazin für die Litteratur des In- und Auslandes.
Jg. 55, 1886:
Nr. 10, 6. März, S.145-149
Nr. 11, 13. März, S. 166-169.
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/008893442
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Magazin_für_die_Literatur_des_Auslandes

Amyntor, Gerhardt von: 1885 er Lyrik.
In: Das Magazin für die Litteratur des In- und Auslandes.
Jg. 55, 1886:
Nr. 18, 1. Mai, S. 281-283
Nr. 19, 8. Mai, S. 297-300.
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/008893442
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Magazin_für_die_Literatur_des_Auslandes

Bulle, Oskar: Streifzüge in die neueste Lyrik.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 29, 1886, Nr. 19, 8. Mai, S. 297-300.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gegenwart_:_Zeitschrift_für_Literatur,_Wirtschaftsleben_und_Kunst
URL: mit Lücken https://catalog.hathitrust.org/Record/000059485

Ernst, Otto [d.i. Otto Ernst Schmidt]: Das Elend der modernen Lyrik.
In: Das Magazin für die Litteratur des In- und Auslandes.
Jg. 55, 1886, Nr. 23, 5. Juni, S.355-358.
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/008893442
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Magazin_für_die_Literatur_des_Auslandes

Bulle, Oskar: Die Dichtung der Zukunft.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 31, 1887, Nr. 13, 26. März, S. 203-204.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gegenwart_:_Zeitschrift_für_Literatur,_Wirtschaftsleben_und_Kunst
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000059485

Fokke, Arnold: Die realistische Strömung in unserer Literatur.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 32, 1887:
Nr. 31, 30. Juli, S. 69-71
Nr. 32, 6. August, S. 89-92.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gegenwart_:_Zeitschrift_für_Literatur,_Wirtschaftsleben_und_Kunst
URL: mit Lücken https://catalog.hathitrust.org/Record/000059485

Halbe, Max: Moderne Lyrik. [Rezension zu: Karl Henckell: Strophen. Zürich 1887.]
In: Die Gesellschaft. Monatsschrift für Litteratur und Kunst.
1887, Oktober, S. 828-829.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gesellschaft_(Literaturzeitschrift)
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000544187

Zolling, Theophil: Deutsche Naturalisten.
In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 32, 1887, Nr. 47, 19. November, S. 324-327.
URL: https://de.wikisource.org/wiki/Die_Gegenwart_:_Zeitschrift_für_Literatur,_Wirtschaftsleben_und_Kunst
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/000059485

Harden, Maximilian: Die Wahrheit auf der Bühne.
In: Der Kunstwart.
Jg. 1, 1887/88, Heft 15, [5. Mai 1888], S. 201-204.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwart
URL: https://catalog.hathitrust.org/Record/007925046

Schlaf, Johannes: Die Anfänge der neuen deutschen Literaturbewegung.
In:
Der Zeitgeist, Nr. 25; Beiblatt zum "Berliner Tageblatt", 1902, Nr. 312, 23. Juni, S. *2-3.
Der Zeitgeist, Nr. 28; Beiblatt zum "Berliner Tageblatt", 1902, Nr. 351, 14. Juli, S. *2-3.
Der Zeitgeist, Nr. 31; Beiblatt zum "Berliner Tageblatt", 1902, Nr. 390, 4. August, S. *3.
URL: zefys.staatsbibliothek-berlin.de/list/title/zdb/27646518


Mahal, Günther (Hrsg.): Lyrik der Gründerzeit.
Tübingen: Niemeyer 1973 (= Deutsche Texte, 26).

 

 

Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer